Gedanken für die Hälfte

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Bowie in the Studio

Veröffentlicht am 2026-09-06 09:43:00 von Andreas Schödl

From David Bowie Impersonates …

The day Bowie was first due to show up at Westside, we were all a bit nervous — Bowie was the biggest star client for Clive and Alan at that point in time. We kept looking out the windows, waiting for a stretch limo to show up and an entire entourage to walk in, but then a black cab showed up and out popped the unaccompanied Bowie.

Guglrieder

Veröffentlicht am 2026-09-05 18:27:06 von Andreas Schödl

Es war einmal und ist nicht mehr ein Google-Produkt namens Reader, das als RSS-Reader eine treue Gefolgschaft hatte, bis Google es, wie so vieles andere, eines Tages einfach einstellte. Die dort gespeicherten Artikel hatte ich bei der vorletzten oder so Blog-Migration rübergerettet. Zwischenzeitlich waren sie verloren gegangen, anlässlich dieser Blog-Migration rekonstruiere ich sie aber aus dem Internet Archive wieder, aber auf einer Seite zusammengefasst.

Ach so, Personen mit Humor wie der Schockwellenreiter und Konstantin Klein (der noch viel mehr Blog-Migrationen nicht gemacht hat als ich) haben Google Reader damals den landschaftlichen Spitznamen Guglrieder verpasst. Wenigstens das hat sich (bei mir) noch gehalten.

Artikel mit Vermerk „aus der Glaserei“ bezieht sich auf ein ebenfalls, seufz, nicht mehr existierendes Blog von Peter Glaser.

Und damit präsentiere ich:

Was vom Google Reader übrigblieb

Screenshots (Polaroids!) vom Xerox Star

Digibarn: Xerox Star 8010 Interfaces, high quality polaroids (1981) – der Xerox Star ist der Großpapa aller GUIs. Mac und Windows und die diversen Unix-Oberflächen haben hier ihre Konzepte her. Wenn man die Screenshots hier mit dem Design von Windows 1.0 (ca. 5 Jahre später) vergleicht, ahnt man, wie weit Xerox seiner Zeit voraus war. (Kam aus der Glaserei.)

Apple Tablet Designs (lange) vor dem iPad

Apple: Their Tablet Computer History zeigt unterschiedliche Geräteentwürfe für tragbare Computer mit Stift- bzw. Touchbedienung. (Kam von Daring Fireball.)

Computerzeit Vorspann von 1986

Vorspann Intro Computerzeit ARD 1986 C64

Vermutlich eine der ersten Sendungen im deutschen Fernsehen, die sich regelmäßig mit Computern befasste. Die Titelmusik klingt nach Kraftwerk, das Internet weiß aber nicht, ob es tatsächlich Kraftwerk ist. Das Video selbst kommt aus der Medienzeitmaschine, eine Seite, die ich öfter mal aufsuchen sollte, fällt sie doch genau in die Kategorie Computer-Archäologie. (Kam aus der Glaserei.)

Upgrading from Windows 1.0 to Windows 7

Chain of Fools : Upgrading through every version of windows (HQ)

Hier hat sich jemand die Mühe gemacht, auf Basis von MS-DOS 5.0 sämtliche Windows-Versionen (außer ME) der Reihe nach zu installieren – wo immer möglich als Upgrade. Aus dem Kommentar zu Windows 1.0: »Notice the ASCII art rendering of a floppy drive.«

(Kam von daMax.)

Kim Komando lehrt uns WordPerfect

The Komputer Tutor Who Stole My Heart

Wie man einen Brief in den Computer tippt. Zu Zeiten von DOS und WordPerfect 5.1 – und diesem 80er-Style von Haaren und Klamotten. Der Typ (vermutlich männlich), der dieses Video zusammengeschnitten hat, hat wohl sein Herz an die Tutorin verloren und das Video mit einer Karaoke-Version von „Eternal Flame“ (The Bangles) unterlegt.

Die Dame, Kim Komando, gibt es tatsächlich, hat inzwischen ihre eigene syndicated Radio-Show und ihre eigene WebSite.

Und WordPerfect? Gibt’s immer noch als Teil der Corel WordPerfect Office Suite, die aber neben Microsoft Office so gut wie keine Marktbedeutung mehr hat. Amazon listet die aktuelle Version nicht mal; und man beachte den subtilen Hinweis auf Microsoft-waren aller Art.

Als oller Computer-Archäologe habe ich mir gerade Almost Perfect gekauft, ein Buch über die Geschichte der Firma hinter WordPerfect von der Gründung bis 1994. (Kam aus der Glaserei.)

Graham Chapman’s Memorial Service

Graham Chapman’s Memorial Service (Longer version)

Enthält eigentlich ein Lied („Always look on the bright side of life“) für das irgendjemand keine Nutzungsrechte eingeräumt haben könnte, läuft aber trotzdem noch auf YouTube.

(Kam von daMax.)

Interview with Rob Janoff, designer of the Apple logo

(Kam von Neven Mrgan’s Tumbl)

Mona Simpsons Trauerrede für ihren Bruder

A Sister’s Eulogy for Steve Jobs (NYT Paywall)

Von NeXTStep zu Mac OS X (Konferenz, Vortrag)

NeXT, OpenStep and the return of Steve Jobs to Apple

Wenn das Video in Deutschland verfügbar wäre, würde man hier einen Vortrag von Steve Jobs sehen können. Nachdem seine Firma NeXT von Apple aufgekauft wurde, hielt Steve Jobs auf der Macworld Expo 1997 einen Vortrag über NeXTStep und wie daraus das neue Mac OS werden würde.

Falls ich das mal zu sehen bekomme, folgen weitere Details. Völlig übertrieben, einen Konferenzfilm zu sperren, weil darin ein Lied vorkommt, für das Sony die Rechte hat, die die GEMA wahrnimmt, die sich nicht mit Youtube einigen kann. (Kam von Daring Fireball.)

Oh, das braucht auch eine zeitliche Einordnung: Es gab eine Zeit, da konnten sich GEMA und Google / YouTube nicht auf die Vergütung für in Videos verwendeter Musik einigen, was dazu führte, dass sehr viel YouTube in Deutschland nicht verfügbar war.

„Calling all Stations“, revisited

Veröffentlicht am 2026-09-04 18:05:59 von Andreas Schödl

Neulich mal in die Kiste mit den CDs geschaut und festgestellt, welche es (warum auch immer) nicht in die iTunes Bibliothek geschafft haben. Genesis‘ 1997er LP Calling all Stations war darunter und ich habe sie nun doch noch gerippt.

Das Album war damals eine ziemliche Enttäuschung:

  • Für die Fans von „Genesis mit Phil Collins“ war der neue Sänger, Ray Wilson, womöglich zu rockig.
  • Für die „Genesis mit Peter Gabriel“-Fans ist alles unterhalb jenseits des Originals ohnehin unzumutbar :)
  • Für die Erfolg gewohnte Band war es bestimmt unterdurchschnittlich. In Amerika verkaufte es so wenig, dass sie dort nicht mal auf Tour gingen.

Aber packe ich das Album heute nochmal aus, klingt es nicht so schlecht, vor allem wenn man es seinem direkten Vorgänger „We Can’t Dance“ gegenüberstellt. Es greift an manchen Stellen Themen früherer Alben wie „Invisible Touch“ oder „Genesis“ wieder auf.

★★★☆☆ Calling All Stations ist ein schönes GlamRock-Stück. Würde gut auf Genesis zwischen Mama und Home by the Sea passen.

★★★★★ Congo habe ich von Anfang an gemocht. Das afrikanische Trommel-Prelude mit Harmonika (someone say „Schifferklavier“), der Refrain geht auch in Ordnung. Zwei Minuten vor Ende gleiten wir dann kurz in die Collins-Zone. Nochmal Refrain und dann in der Coda tobt Tony kurz übers Keyboard, die Congo-Chants kommen wieder durch, alles in allem sehr okay.

★★☆☆☆ Shipwrecked ist, behaupte ich, ein Tony Banks Tongemälde, das wir in der Art schon oft gehört haben, ich drücke einfach »

★★★☆☆ Alien Afternoon referenziert nicht nur vom Titel her die alten Zeiten, ist vielleicht eine Idee aus Illegal Alien-Tagen. Die etwas verbogene Tonleiter später finde ich in Silver Rainbow wieder.

★☆☆☆☆ Not About Us ist auch so ein „uns fällt gerade nix ein“-Genesis-Song. In Too Deep von Invisible Touch als Stammbaum?

★☆☆☆☆ If That’s What You Need hätte auf einer Mike & the Mechanics-Platte niemanden aufgeregt. »

★★★★☆ The Dividing Line Hier scheint mal wieder etwas Anspruch auf. Eine Mischung aus Tonight Tonight Tonight und Domino von Invisible Touch, also nicht von schlechten Eltern.

★★☆☆☆ Uncertain Weather Teilweise pompös, teilweise sentimental. Man on the Corner von Abacab und Say It’s Alright Joe von And Then There Were Three mit einer Stelle (2:30min), an der Ray tatsächlich nach frühem Peter Gabriel klingt.

★☆☆☆☆ Small Talk Eine klassische Banks-Nummer, würde ich sagen. Ich hatte mal die LP BankStatement von Tony, die klang so. »

★★☆☆☆ There Must be Some Other Way Fängt schon wieder Mama-esk an, breitet dann aber den Streicherteppich aus, wie Tell Me Why von We Can’t Dance1.

★★☆☆☆ One Man’s Fool Eines der epischen Stücke wie Driving the Last Spike (von We Can’t Dance) oder Domino (von Invisible Touch).

Insgesamt für mich eine solide Leistung, zwar nicht auf Augenhöhe mit Invisible Touch, aber vor We Can’t Dance muss es sich nicht verstecken. Wer das Album damals aufgegeben hat, mag ihm eine zweite Chance geben.


  1. Überhaupt, We Can’t Dance. Hätte Genesis danach aufgehört, hätten sie ihre Recording Artists-Karriere mit dem Song Fading Lights beendet. Das hätte rein vom Titel her schon Stil gehabt.↩

Von WordPress zu BSSG

Veröffentlicht am 2026-09-02 23:12:04 von Andreas Schödl

Der Umzug von WordPress zum Bash Static Site Generator (Warum? Weil es geht! - K. Klein) vollzieht sich wie viele Migrationsprojekte erst in großen und dann in immer kleineren Schritten. 80% sind automatisierter, 20% sind Handarbeit. 80% brauchen 20% der Zeit, 20% brauchen 80% der Zeit, und dann ist das Projekt auch schon halb fertig.

Der Reihe nach:

Exportieren der Blog Posts

Um den Bestand an Blog Posts aus WordPress in Markdown-Dateien zu exportieren, habe ich das Plugin QH Markdown Exporter verwendet.

Der exportiert brav alle Posts in eine ZIP-Datei und stellt sie zum Download bereit.

Grobe Nachsorge

Die ZIP-Datei packe ich in ein eigene Verzeichnis aus und schaue mir die erzeugten Dateinamen an. Die folgen dem Muster aus Jahr-Monat-Tag_Titel_mit_Leerzeichen.md . Das entspricht in etwa dem Namensformat, das BSSG verwendet, nur die Unterstriche müssen zu Bindestrichen werden. Das lässt sich auf MacOS mit der systemeigenen Umbenennen-Funktion leicht für alle ausgewählten Dateien erledigen.

Metadaten anpassen

In die Markdown-Dateien hat der Exporter Metadaten wie Veröffentlichungsdatum, Kategorien und Tags aus WordPress in einen YAML-Vorspann geschrieben, sogenannte Frontmatter. Das sieht z.B. für den ersten Eintrag in diesem Blog so aus:

---
title: "Natasha Bedingfield: Unwritten"
author:
  - "[[Andreas Schödl]]"
published: 2004-11-01
created: 2026-09-02
description: "\"These Words\" ist die zweite ...
categories:
  - "musik"
  - "reconstructed"
word_count: 561
---

# Natasha Bedingfield: Unwritten 

Felder wie title, author und description passen zu der BSSG Frontmatter. word_count kann weg, zusammen mit dem source, denn die wird es nach erfolgreicher Migration nicht mehr geben.

categories kennt BSSG (noch) nicht, und auch das Format für tags ist bei BSSG eine Komma-separierte Liste, keine YAML-Liste. Das sind diese 20%-Dinge, um die ich mich später kümmere.

Um einschätzen zu können, ob die Migration insgesamt funktioniert, muss ich aber an published und created ran. published ist das Original-Veröffentlichungdatum, created ist das Datum des Exports, und damit für Migrationszwecke unpassend.

Die Gegenstück in BSSG zu created und published sind näherungsweise date und lastmod und auf die benenne ich die mit einem Editor um, der ganze Verzeichnisse bearbeiten kann. Auf Windows ist das z.B. Notepad++, unter MacOS habe ich BBEdit.

Bleibt das Problem, dass created, jetzt date, auf dem Export-Datum steht. Da holen wir die Regechse aus dem Terrarium, tschuldigung, die Regular Expressions (RegEx) aus der Werkzeugkiste und ersetzen, wieder im BBEdit

lastmod: (.+)$\ndate: .+$

durch

lastmod: \1\ndate: \1

Ohne hier in die Details von RegEx gehen zu wollen: (.+) ist eine Capture Group, die das Datum hinter lastmod fängt und als Variable \1 für die Ersetzung verfügbar macht. Ich sorge hier also dafür, dass date und lastmod auf den gleichen Wert, wie gesagt das Original-Veröffentlichungsdatum von WordPress, gesetzt werden.

Das reicht für’s Erste, um die Blog Posts in der Original-Zeitlinie neu generieren zu können. Durch den identischen Aufbau des Dateipfads sollten werden sich durch die Migration die URLs nicht ändern. Was wichtig wäre, wenn ich Millionen von täglichen Besuchern hätte, die alle meine Posts in den Bookmarks hätten.

Die restlichen 20%

Wo gehobelt wird ... Was noch nicht migriert ist, sind die Bilder zu den Posts, das wird Handarbeit, aber überschaubar.

Und dann muss ich das gleiche nochmal für die Handvoll WordPress Pages machen. Die könnte ich zur Not auch von Hand rüberholen. Mal schauen.

Bilder URLs anpassen

Im Export stehen die URLs zu den Bildern komplett drin,

https://blog.inpc.de/wp-content/uploads/2024/05/IMG_9406.jpeg

und daraus muss

/images/2024/05/IMG_9406.jpeg

werden. Weil ich Cleverle den kompletten Medien-Ordner von WordPress ins images/ Verzeichnis von BSSG kopiert habe, muss ich am Ende der URL nichts anpassen. Also, alle Bilder-URLs von Hand in das Frontmatter image: Element einfügen und dann einmal global search & replace. So ähnlich bekommen auch die meisten Bilder in den Posts wieder die korrekte URL.

Wichtig dabei ist der führende Slash vor images, sonst passiert die Auflösung der Bild-URL relativ zur aktuellen Seite: /images

(wird fortgesetzt ...)

Uralter User-Agent im nextcloud.log

Veröffentlicht am 2026-08-24 00:00:00 von Andreas Schödl

Verflixt, jetzt habe ich eine Stunde herumgesucht, welches Gerät von meiner IP aus mit einer uralten Browser-Version auf eine NextCloud-Instanz zugreift. Im Log stand

"userAgent":"Mozilla/5.0 (Macintosh; Intel Mac OS X 10_15_7) AppleWebKit/537.36 (KHTML, like Gecko) Chrome/150.0.0.0 Safari/537.36"

Stellt sich heraus, Vivaldi, Dritt-Browser meiner Wahl, verwendet aus (Kompatibilitäts-?) Gründen eine uralte Betriebssystem-Version von MacOS im User-Agent. Die Angabe der Chrome-Version ist dagegen korrekt/aktuell.

Die Frage, mit welchem User-Agent der eigene Browser da draußen unterwegs ist, beantwortet übrigens (unter anderem) DNSChecker.org.

Bei WhatIsMyBrowser kann man nachschlagen, mit welchen User-Agents die diversen Browser aktuell unterwegs sind, hier für Vivaldi.

Hay Day, um Level 50

Veröffentlicht am 2026-05-17 00:00:00 von Andreas Schödl

Manchmal brauche ich "Hirn-Downtime", eine Ablenkung, die es meinem Hirn ermöglicht, im Hintergrund Sachverhalte zu verarbeiten, während vorne herum etwas läuft, was andere Hirnareale beansprucht. Zumindest ist das meine Theorie von mir.

Freunde vom Spieleabend haben mich auf Hay Day aufmerksam gemacht, eine von tausend Farm-Simulationen, mit dem Warnhinweis: Kann süchtig machen!Ich geben diesen Hinweis hier gerne weiter.

Im Prinzip geht es darum, Feldfrüchte anzubauen. Die werden dann in mit jedem Level komplizierter werdenden Wertschöpfungsketten veredelt: Die Milch wird zu Käse, der Käse zu Kuchen, der Kuchen zur besonderen Torte usw.

Es ist ein kommerzielles Spiel und mit den als "Produktionszeiten" kaschierten künstlichen Wartezeiten darauf ausgelegt, den Spielenden Geld für Beschleuniger aus der Tasche zu ziehen. Es gibt verschiedene Währungen, Münzen, Diamanten, Schlüssel und saisonale Währungen (Schau dir das mal an, EZB!) Die kann man alle mit echten Euros kaufen, Sinn macht das aber nur für die Diamanten. Das kann richtig ins Geld gehen, wenn, siehe oben, ein Suchtverhalten entsteht.

Tipps für Einsteiger

Ich gehe aktuell den Weg, jeweils das Dreifach-Angebot am Monatsanfang anzunehmen. Für 15 Euro gibt es den Farm-Pass und zwei andere Pass genannte Dinge, die aber alle gemeinsam haben, dass man für gewöhnliche In-Game-Aktivitäten Diamanten und andere nützliche Gegenstände bekommt. Das ist mir genug Schmiere, auf weiter Angebote reagiere ich ablehnend.

Wie bei solchen Spielen üblich, muss man ein wenig grinden, um voran zu kommen. Regelmäßig nach den Feldfrüchten sehen, Obstbäume und -Sträucher in Schuss halten, die Produktionskapazitäten nach und nach ausbauen. Aktuell stehe ich bei Level 50 und die absolute Engpass-Ressource ist die Molkerei, weil Milchprodukte wie Sahne, Käse und Butter für viele weitere Produkte gebraucht werden. Mir reichen meine 10 Kühe, um die Molkerei auszulasten. Auch bei den Ziegen, die Ziegenmilch liefern, die ebenfalls durch die Molkerei muss, um zu Feta zu werden, bleibe ich vorerst bei acht.

Neben der Farm gibt es noch den Angelbereich (Fische, Hummer, Enten), das Tal, in dem man Waren mit dem Lieferwagen an Privatleute und Geschäfte verkauft, und die Stadt. Bei der Stadt habe ich lange nicht kapiert, wie man die Gebäude verbessert. Ressourcen dafür (Hammer, Bohrer, Farbe) geben die Stadtbesucher (die Umsatzquelle) nur in sehr geringen Mengen ab. Der Stadtausbau läuft daher am besten über den Katalog, in dem andere Spieler ihre Überschüsse anpreisen. Und, wie auch immer sie daran gekommen sind, diese Spieler haben gerne mal fünf Farbeimer und zehn Handbohrer für billiges (In-Game-) Geld im Angebot.

(wird vielleicht ergänzt)

Virtuelles Windows 11 mit KVM

Veröffentlicht am 2026-05-17 00:00:00 von Andreas Schödl

Auf der Arbeit sind wir auf Windows unterwegs und packen unseren Linux-Bedarf per VirtualBox in eine VM. In meiner Freizeit probiere ich es jetzt mal andersrum: Ein kleiner ThinkCentre, der mit Linux Mint Debian Edition läuft, bekommt ein virtuelles Windows 11 per Kernel VM (kvm).

Das klappt alles insgesamt gut, wie bei Linux üblich darf man sich halt nicht davor fürchten, zur Kommandozeile zu greifen. Der Ablauf ist ungefähr folgender:

Windows Installations-Image und Product Key

Ein Windows 11 ISO-Image herunterladen, die gibt es legal direkt von Microsoft. Die ISO-Datei steht unter Windows 11 Laufwerkimage (ISO) für x64-Geräte herunterladen.

Der Product Key zum Windows steckt heutzutage bei allen großen Herstellern direkt in der Firmware des Geräts. Wer Windows direkt auf die Hardware aufspielt, wird gar nicht danach gefragt; Windows holt ihn sich direkt von dort. Unter Linux zeigt der folgende Befehl den Produktschlüssel in der letzten Zeile:

user@thinkie:~$ sudo strings /sys/firmware/acpi/tables/MSDM  
MSDMU  
LENOVOTC-M1U  
AMI  
ABCDE-12345-FGHIJ-67890-KLMNP

VM mit virt-manager anlegen

Für das Einrichten einer neuen VM sieht kvm den virt-manager vor, eine GUI-Anwendung, die einen Wizard anbietet, der den Pfad zur ISO-Datei, die Speicher- (8 GB) und CPU- (4 CPU) Zuweisung und die Größe der virtuellen Festplatte abfragt.

Dann dauert es eine Weile und ein paar Restarts des virtuellen Windows, bis Windows die üblichen Einstiegs-Dinge wissen will, alles sehr unaufregend.

Windows 11 in der KVM Console

Windows 11 in der KVM Console

Die KVM Console zeigt die CPU-Zuteilung

Die KVM Console zeigt die CPU-Zuteilung

VirtIO-Treiber installieren

Wer VirtualBox kennt, kennt die Guest Additions, die Windows Treiber hinzufügen, mit denen es besser mit der virtuellen Hardware arbeiten kann. Vor allem, um auch höhere Bildschirmauflösungen unterstützen zu können.

Das Konzept gibt es bei KVM auch und heißt virtio (Virtual Input/Output) Viele Anleitungen schlagen vor, davon unter Linux eine ISO-Datei herunterzuladen und dann der Windows-VM zur Verfügung zu stellen. Das macht Sinn, wenn die Windows-VM nicht ins Netzwerk oder nicht ins Internet darf.

Meine VM darf ins Internet und daher habe ich die Treiber-Sammlung direkt in Windows heruntergeladen. Von virtio gibt es regelmäßig neue Releases, ich habe den aktuellen Stand des Installers virtio-win-gt-x64.msi von den Fedora People heruntergeladen und dann wie alles andere in Windows installiert. Damit funktioniert dann die Anpassung der Bildschirmauflösung.

Fazit

Falls ich mal virtuelles Windows auf Linux brauche, werde ich diesen Weg wieder einschlagen und sehen, wann er zu Fallstricken führt.

Der erste Fallstrick tat sich am folgenden Tag auf, als die VM nicht starten wollte, weil ihr das Netzwerk fehlte. Das wird von KVM verwaltet und kann bestimmt viel mehr Dinge als ich brauche. Virtuelle Machinen mit virtuellen Netzwerken verknüpfen ...

Die Lösung für mein Problem hat sich bei Ask Ubuntu gefunden: Can't start KVM guest: "network 'default' is not active" Die Befehle sind in Kürze:

sudo virsh net-list --all

zeigt an, welche Netzwerk Interfaces vorhanden sind und welchen Status sie haben.

sudo virsh net-start default

startet das Interface mit dem Namen default. Problem für's Erste gelöst. Wenn ich die VM verwenden wollte, würde ich das noch für immer starten konfigurieren,

sudo virsh net-autostart default

Da die VM und KVM aber wieder gelöscht werden, notiere ich das hier nur.

Fundsachen

Veröffentlicht am 2026-01-30 22:42:34 von Andreas Schödl

Was mir in den letzten Wochen in den Tabs hängen geblieben ist:

Digitale Unabhängigkeit

Was die sehr begrüßenswerte Initiative di.day (Digital Independence Day) macht, mache ich ja schon länger. Ich bin gespannt, welche neuen Rezepte am 1. Februar dazu kommen.

Alltagstauglich

  • Ein amtlicher Vergleich der Bedingungen von Girokonten: BaFin-Kontenvergleich
  • Verloren im Netz: Wie Kinder und Jugendliche in der digitalen Welt manipuliert werden (kostenloses eBook)

Spielekiste

Bild & Ton

Computerkram

through the wire, volume ten

Veröffentlicht am 2026-01-03 00:00:00 von Andreas Schödl

Die zehnte Ausgabe des internationalen Peter Gabriel Cover-Projekts through the wire (Link auf Bandcamp). (Mein Senf zu allen anderen Releases.)

Diese Ausgabe bringt uns jeweils zwei Titel von Peter Gabriels drittem und vierten Album und das gerne gecoverte Don't Give Up vom Mega Seller So.

On The Air

Mojo, eine Figur, die Peter Gabriel eine Zeit lang in seinen Songs benutzt hat, betreibt ein Piratenradio, und diese Fassung möbelt das inzwischen über 40 Jahre alte Stück ordentlich auf. Den Credits nach sind die Synthis wie im Original von Larry Fast. Lead Vocals übernimmt mal wieder eine Frau, Leashya Fitzpatrick-Munyon, und wiedermal bin ich überrascht, wie gut sich Gabriel-Songs von Frauen interpretieren lassen. Außerdem gefällt mir das Schlagzeug, da ist auch ordentlich Zug dahinter. (John O.Reilly im Interview)

(Mojo hat es nie zu internationaler Berühmtheit wie z.B. Ziggy Stardust gebracht und taucht auf neueren Werken (ab 1985, hüstel!) nicht mehr auf. Aber das ist wahrscheinlich der Neu-gierde von Peter Gabriel geschuldet, der Konzepte eben mal selbst ausprobiert und bestimmt deutlich mehr anfängt als er beendet.)

No Self Control

Das zweite Stück von peter gabriel 3 (aka Melt), auch hier waren Kuratoren am Werk, die das Original verstanden haben. Die Stimme von Co-Projektleiter Deane Arnold ist nahe bei Peter und die Produktion insgesamt auch. Die Gitarre insgesamt rockiger als im Original, und die Drummerin Yoyoka Soma hat definitiv ihren Spaß.

Shock The Monkey

Wir kommen zu peter gabriel 4 (aka Security) und der Affe bekommt diesmal einen walking bass und eine insgesamt sparsamere Produktion. Laut den Credits machen die beiden Projektinitiatoren, Deane Arnold und Jeremy Nesse die ganze Arbeit alleine.

Don't Give Up

Wir bringen die Szene am See mit den niedergebrannten Bäumen mal eben nach Hispania: Sofia Juan übernimmt die Vocals, eine Sängerin aus Argentinien, plus ein bisschen spanische Gitarre, ist okay. Die Rollen sind vertauscht, Sofia singt Peter und ihr Parter übernimmt den Part von Kate Bush, und daran sind schon ganz andere gescheitert. Der Typ, sorry, klingt mir insgesamt zu schleimig.

Rhythm Of The Heat

Dieses Stück lebt, neben den sehr seltsamen Lyrics, im Original von dem Trommeln am Ende. Der Rest sind (vermutlich, siehe Neu-gier, oben) Experimente mit dem damals brandheißen Fairlight CMI.

Auch hier übernimmt Deane Arnold die Vocals und wir bleiben insgesamt nahe am Original. Aber, aber, aber, das große Finale bekommt man so leicht nicht nachgebaut ... Also muss man das ganz anders angehen, wie John Metcalfe es für New Blood (Peter plus Orchester covert Peter) gemacht hat, oder, wie hier, man lässt es eben ganz weg.

Fazit

Eine Ausgabe der wire mit überwiegend werktreuen Einspielungen. Mir gefällt Don't Give Up, nur wünschte ich mir einen anderen Duett-Parner. On The Air kommt sehr frisch daher und ist wohl mein Liebling auf diesem Album.

Microsoft Authenticator auf neues iPhone übertragen

Veröffentlicht am 2025-12-29 20:38:45 von Andreas Schödl

tl:dr: Wenn der Authenticator auf dem neuen iPhone seine Accounts nicht findet: Einmal löschen und aus dem AppStore neu installieren

Ich wechsle gerade auf ein neues gebrauchtes iPhone und habe dazu die eigentlich komfortable Funktion "Von iPhone zu iPhone übertragen" gewählt. Was nach so einem automatischen Umzug wichitg ist, ist alle Apps zu überprüfen, die ein Login oder schlimmeres (eID, Krankenkassen-ID) benötigen. Viele Apps, z.B. Signal, unterstützen inzwischen ebenfalls einen Transfer von Gerät zu Gerät, z.B. indem man mit dem neuen iPhone einen QR-Code oder ähnliches auf dem alten scannt.

Der Microsoft Authenticator kennt diese Funktion nicht. Er wird nach der Übertragung der Daten vom alten zum neuen Smartphone zwar installiert, kennt aber keine "von Gerät zu Gerät"-Übertragungsfunktion. Die im Internet angebotenen Lösungen passen irgendwie auch nicht. Was bei mir geholfen hat: Authenticator löschen und nochmal frisch aus dem AppStore installieren. Danach kam er mit allen Konton hoch, nur der Microsoft-Account selbst musste nochmal mit einer TAN vom Authenticator auf dem alten iPhone authentifiziert werden.